Leider hieß es heute schon wieder Abschied nehmen von Slowenien. Die erste Etappe der Heimreise stand auf dem Programm und das Gepäck musste wieder im Fahrzeug verladen werden.
Über den uns mittlerweile bestens bekannten Wurzenpass, durch das Gailtal, über Gailbergsattel und Iselsbergpass fuhren wir zunächst in umgekehrter Richtung die gleiche Strecke zum Großglockner wie vor einer Woche bei der Anreise. Ab der Mautstation bei Heiligenblut war wieder freies Fahren auf der Großglockner-Hochalpenstraße angesagt - mit ausreichender Zeit um der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und der Edelweissspitze einen Besuch abzustatten.
Bei der Fahrt über die nördliche Rampe der Großglockner-Hochalpenstraße hinunter nach Ferleiten fuhr ich auf ein Gespann auf und sah zunächst nur die Rückleuchten des Anhängers. Bei der ersten Haarnadelkurve fiel mir buchstäblich die Kinnlade herunter. Mit einem Wahnsinnstempo fuhr das Gespann in die Kurve. Die Reifen quietschten und sowohl Auto als auch Anhänger standen kurz quer, hatten sich aber sofort wieder stabilisiert. Dieses faszinierende Schauspiel sah ich mir noch ein paar weitere Kurven lang an, bevor ich das Gespann überholte. Das Fahrzeug, irgendein Audi-Kombi in Tarnlackierung, war scheinbar unterwegs um ein Anhängerstabilisierungsprogramm zu testen. Soweit ich das beurteilen konnte, war der Fertigungsstand des Programms kurz vor der Serienreife - wirklich beeindruckend.
Hinter der nördlichen Mautstation in Ferleiten sammelte sich meine Gruppe wieder und weiter ging es auf unserem Weg nach Rohrdorf. Entlang Zell am See und über Saalfelden Am Steinernen Meer erreichten wir Sankt Johann in Tirol. Zeitlich legten wir auch wieder eine Punktlandung hin und kurz nach 18.00 h sattelten wir unsere Maschinen beim Hotel Zur Post in Rohrdorf ab.
Kaum zu glauben, dass wir erst vor 6 Tagen hier gesessen haben. Viel zu schnell ist die Woche vorbei gegangen und schon hieß es wieder Abschied nehmen.
Ich wollte am nächsten Tag direkt von Rohrdorf aus aufbrechen zu unserer alljährlichen "Haiming-Woche" mit Raften, Klettersteigen etc. Meine Gruppe hatte noch eine Überraschung für mich parat. Wir hatten auf unserer Tour keinen festen Backlight - fast jeder musste - oder besser gesagt durfte - mindestens 1 mal die gelbe Weste anziehen und am Ende unserer Gruppe fahrend nach dem Rechten schauen. Und eben diese "Gerd´s Original Backlight Wanderjacke" bekam ich zum Abschied von meiner Gruppe überreicht. Herzlichen Dank an meine grüne Gruppe - ihr wart einfach Klasse!
Auch für diese Tour als Tour-Guide für Reisen & Erleben wieder ein kurzes persönliches Fazit: