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2. Tag, Mo. 01.07.2013
Vom Chiemgau durch Tirol nach Slowenien

Mit Elisabeth + Rudolf, Heike, Marlis + John, Monika + Gerald, Andreas, Günter, Josef und mir waren wir 11 Personen auf 9 Motorrädern in der grünen Gruppe. Nach einem stärkenden Frühstück sorgten wir zunächst dafür, dass auch unsere Motorräder was in den Bauch bekamen - nämlich Sprit in den Tank. Rudolf erhielt als Backlight die gelbe Weste und schon ging es los. Nach der gestrigen Fahrt über die Autobahn war es eine Wohltat der kurvigen Strecke über Sankt Johann in Tirol und Kitzbühel nach Mittersill zu folgen. Dort kamen wir zur Mittagszeit an. Leider sollte die weitere Fahrt über die B168 nach Bruck nicht mehr so viel Spass machen - eine Baustelle sorgte für einen ordentlichen Stau und mit einer ganzen Gruppe am Stau vorbei zu fahren ist etwas ganz anderes, als wenn man alleine unterwegs ist. Aber letztendlich haben wir auch diese Herausforderung geschafft.

Als ein Highlight wartete nun die Großglockner-Hochalpenstrasse auf uns und nach der Mautstation war freies Fahren angesagt. Jeder konnte also in seinem persönlichen Wohlfühltempo den Pass bezwingen. Für mich war es für das Jahr bereits die 2. Fahrt über die Hohe Tauern. Vor ein paar Wochen bin ich direkt von der Rumänien-Tour über den Großglockner zur Moselbikers-Alpenwoche nach Jerzens gefahren. Bei teils blauem Himmel und Sonnenschein war auch heute noch genug Schnee neben der Straße.

Heiligenblut hatten wir als Treffpunkt ausgemacht und bis dorthin konnte jeder individuell sein Programm abspulen. Da ich ja erst vor ein paar Wochen an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ein paar Murmeltiere in freier Natur beobachten konnte, verzichtete ich dieses Mal auf den Abstecher und wartete in Heiligenblut bei Kaffee und Kuchen auf meine Gruppe. Einige meiner Gruppe ließen sich die Edelweißspitze, mit 2.571 m höchster Punkt der Strecke, sowie die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe natürlich nicht entgehen.

In der Gruppe ging es dann weiter über Lienz und vom Drautal über den Gailbergsattel ins Gailtal. Vorbei am Presseggersee erreichten wir schon bald Arnoldstein und den Wurzenpass. Bis 1991 war die Überquerung der Karawanken über den Wurzenpass einer der wichtigsten Grenzübergänge nach Slowenien. Seit der Eröffnung des Karawankentunnels hat die kurvenreiche Passstraße mit bis zu 18 % Steigung allerdings hauptsächlich touristische Bedeutung - und das merkt man auch am Straßenbelag, der eher einer Stoßdämpfer-Test-Strecke gerecht wird. Auch hier gönnte ich meiner Gruppe wieder "freies Fahren" den Pass hoch bis unmittelbar hinter den Grenzübergang. Das Schengener Abkommen erleichtert die Grenzübertritte in Europa doch erheblich: Es interessierte auch hier nicht, dass wir die Grenze von Österreich zu Slowenien überschritten. Vor fast 30 Jahren sah das noch viel anders aus - 1985 stand ich an gleicher Stelle mit meinem Motorrad fast 1 Stunde im Grenz-Stau und sowohl das Motorrad als auch ich wurden genauestens überprüft.

Die restlichen ca. 10 km von der Grenze bis nach Kranjska Gora fuhren wir wieder in der Gruppe und gegen 18.30 h kamen wir im Hotel Lek an.

Günter wartete schon mit dem Gepäck denn selbstverständlich konnten die Teilnehmer auch bei dieser Tour den kostenlosen Gepäcktransport-Service von Reisen & Erleben in Anspruch nehmen - gegen überladene Motorräder und für mehr Fahrgenuss!

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