Heute nahmen wir Abschied von Sibiu und der Pensiunea Alexia. Über die Transfagarasan wollten wir, mit einem Abstecher zum Dracula-Schloß in Bran, nach Brasov fahren. Scheinbar war an dem Gabelholm der Transalp doch nicht so viel Öl ausgetreten wie vermutet. Nach der „Notreparatur“ war die Federung der Vordergabel nun etwas zu hart. Die paar Tage bis zum Ende unserer Tour sollte das aber reichen, vor allem, da wir nun mehr auf Teerstraßen unterwegs sein wollten.
Die Transfagarasan war wieder einmal beeindruckend. Diesmal fuhren wir die südliche Rampe weiter am Stausee Lacul Vidraru entlang bis nach Curtea de Arges. Dort schauten wir uns natürlich wieder einige kirchliche Bauten an. Es war wieder sehr heiß und hier hatten sie extra einen großen Sonnenschirm zum Schutz von sonnengeplagten Motorrädern mit ihren Fahrern aufgestellt.
Richtung Bran folgten wir dem Flusslauf des Raul Dambovita. Bei Rucar windete sich die Straße wieder etwas höher und auf Getreidefeldern standen neben den Heugarben von Steinmetzen geschaffene Büsten und Figuren.
Weiter der DN73 folgend erreichten wir nach einiger Zeit Bran. In diesem blutrünstigen Ort dreht sich alles um Vlad Tepes alias Dracula. Eine Besichtigung des Schlosses war natürlich ein absolutes Muss.
Um nach Brasov zu kommen, mussten wir uns etwas beeilen, denn von Südwesten her zogen dunkle Gewitterwolken heran, die uns vor sich hertrieben. In Brasov angekommen, klapperten wir erst ein paar Pensionen ab, die aber alle voll belegt waren. Unterschlupf fanden wir schließlich in einem günstigen Hotel. Nachdem wir uns aus den Motorradklamotten geschält und frisch gemacht hatten, erkundeten wir das Zentrum von Brasov zu Fuß. An Minderwertigkeitskomplexen leiden die Bewohner offensichtlich nicht. Mehrfach konnten wir den Spruch “Brasov – Probably the best City in the world” lesen.